Labrador City


Manchmal dauert es ein bisschen länger, bis die Muse wieder küsst. Und oft nicht ohne Grund. Labrador City präsentiert «The Kiss Hello EP»: die dritte Veröffentlichung, eine EP mit vier Titeln.

Die neuen Songs von Labrador City passen bestens zu einem Road-Movie aus den 80er-Jahren oder einem Indie-Streifen neuster Zeit. Sänger Nik Stettler singt jetzt tiefer und schlägt damit etwas ernstere Töne an. Die Stücke bleiben jedoch locker und leicht. Die Stimmung ist entspannt. Der Motor surrt beruhigend. Jemand trommelt mit den Fingern auf das Armaturenbrett.

«The Kiss Hello EP» geht mit einer natürlichen Entwicklung einher. Die Band hat sich mehr Zeit gelassen, zu komponieren, zu tüfteln, verschiedene Sounds zu testen. Referenzen aus den 80er-Jahren sind spürbar – die Klang-Ästhetik englischer Post-Punk- und Wave-Bands. Auch textlich sind die Songs konkreter geworden. Es geht um Wendepunkte, Aufbruch, Erlebtes.

Labrador City ist in den letzten Jahren an vielen bekannten Festivals wie dem Openair St. Gallen, dem Caprices Festival in Crans-Montana oder dem M4Music Festival aufgetreten und hat sich auch als Live-Band einen Namen gemacht. Mit der neuen EP beginnt jetzt wieder eine vermehrt produktive Phase. Weitere Veröffentlichungen folgen. Der Roadtrip hat gerade erst begonnen.